Eine Einordnung aus gewerkschaftlicher Sicht
Der Strukturwandel und die demografische Entwicklung stellen den Arbeitsmarkt in der Lausitz vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund haben wir im Projekt REVIERWENDE eine Studie veröffentlicht, die sich mit bislang ungenutzten oder nur eingeschränkt genutzten Arbeitskräftepotenzialen in der Region beschäftigt.
Die Analyse zeigt, dass in der Lausitz durchaus zusätzliche Arbeitskräftepotenziale bestehen: etwa bei älteren Menschen, Pendler:innen, Menschen mit Behinderungen, jungen Menschen, Teilzeitbeschäftigten oder Menschen mit Migrationsgeschichte. Gleichzeitig wird deutlich, dass es sich dabei zunächst um theoretische Potenziale handelt, deren Aktivierung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist.
Spannend ist daher nicht die Frage, wie vorhandene Arbeitskraft kurzfristig stärker genutzt werden kann, sondern unter welchen strukturellen Bedingungen eine nachhaltige und langfristige Arbeitsmarktteilhabe möglich ist. Aspekte wie Arbeitsbedingungen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gesundheit, Qualifizierung, die Gestaltung von Übergängen sowie der Abbau von Diskriminierung spielen dabei eine zentrale Rolle.
Die Studie versteht sich als Beitrag zur Versachlichung der Debatte um Fachkräftesicherung in der Lausitz. Sie zeigt, dass zusätzliches Potenzial auch innerhalb der Region vorhanden ist und zugleich, dass nachhaltige Lösungen weniger in der reinen Ausweitung von Erwerbsarbeit liegen, sondern vielmehr in der Gestaltung attraktiver und tragfähiger Arbeits- und Lebensbedingungen.
Die vollständige Studie steht ab sofort hier zum Download bereit.
Arbeitskräftepotenziale auf einen Blick: Factsheets
Ergänzend zur Studie sind die einzelnen Arbeitskräftepotenziale in kompakten Factsheets aufbereitet. Jedes Factsheet widmet sich einer Potenzialgruppe und stellt die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick dar. Die Factsheets können einzeln heruntergeladen werden.
Alle Factsheets hier downloaden.





