Zu viel versprochen?
Bestandsaufnahme zum Schienenausbau in den Revieren
Über 7 Milliarden Euro sind im Zuge des Strukturwandels für den Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur in den Kohlerevieren vorgesehen. Ein wichtiges und lange erwartetes Signal für die strukturschwachen Regionen. Zugleich ein Versprechen, das über sieben Jahre nach dem Kohlekompromiss unter wachsendem Druck steht: Von den 29 beschlossenen Schienenprojekten steckt der Großteil noch in frühen Planungsphasen. Die Skepsis in den Revieren wächst: Müssen Projekte (neu) priorisiert werden? Was ist angesichts der begrenzten Zeit tatsächlich machbar? Welche Entscheidungen müssen jetzt getroffen werden – und reichen die eingesetzten Mittel aus?
Mit dem Ziel zum Stand dieser Schienenprojekte, den Zukunftsaussichten für die Reviere sowie Vorschlägen und Handlungsoptionen zur beschleunigten Umsetzung ins Gespräch zu kommen, haben Expert*innen aus Politik, Forschung, Gewerkschaft und der Deutschen Bahn AG mit rund 90 Teilnehmenden gemeinsam über Lösungen für eine schnellere Umsetzung dieser wichtigen Infrastrukturmaßnahmen diskutiert.
Mit dabei:
- Eröffnungsimpuls von Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr
- Statement von Stefan Körzell, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
In der anschließenden Paneldiskussion:
- Dr. Stefanie Gäbler, wissenschaftliche Referentin im Fachbereich Mobilität und Gesellschaft am Deutschen Zentrum für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt
- Dr. Stephan Meyer, Landrat Landkreis Görlitz
- Matthias Pippert, Gewerkschaftssekretär für Verkehrspolitik bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)
- Torsten Westphal, Beauftragter Strukturstärkung Kohleregionen der Deutschen Bahn AG
Nadine Lindner (Deutschlandradio, Hauptstadtstudio) hat die Veranstaltung moderiert.
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