Mit einem gut besuchten Neujahrsempfang ist das Revierwende-Büro in Pegau am 29. Januar in das Jahr 2026 gestartet. Vertreter*innen aus Politik, Gewerkschaften, Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und gemeinsam den Blick nach vorn zu richten.
Musikalisch eröffnet und begleitet wurde der Abend durch den Harth-Chor, der für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte.
Rückblick und Ausblick aus dem Revierwende-Büro
Nach der Begrüßung der Gäste betonte Büroleiter Peter Neßmann die Rolle des Projekts Revierwende als Plattform für Austausch, Vernetzung und Mitgestaltung im Strukturwandel. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, wie wichtig es sei, regionale Akteure zusammenzubringen und Perspektiven für gute Arbeit und nachhaltige Wertschöpfung im Mitteldeutschen Revier zu entwickeln.
Auch Bürgermeister Holger Schulz unterstrich die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit. Der Strukturwandel sei eine gemeinsame Aufgabe von Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und biete zugleich Chancen für neue Entwicklungen in der Region.
Junge Perspektiven, Wissenschaft und Region im Wandel
Mit einem Beitrag aus gewerkschaftlicher Perspektive sprachen Viola Heidacher von der IG BCE Jugend Sachsen-Anhalt und Max Beese von der IG BCE Jugend Sachsen über Erwartungen junger Menschen an den Strukturwandel: Gute Arbeit, sichere Perspektiven und attraktive Lebensbedingungen seien entscheidend, um Fachkräfte in der Region zu halten.
Prof. Markus Krabbes, Rektor der Hochschule Merseburg, hob die Rolle von Wissenschaft und Forschung hervor. Hochschulen seien wichtige Partner, um Innovation, Qualifizierung und Fachkräfteentwicklung im Revier voranzubringen.
Landrat Henry Graichen betonte die Bedeutung des Strukturwandels für den Landkreis Leipzig. Investitionen, Infrastruktur und Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg seien zentrale Voraussetzungen, um die Region langfristig zu stärken.
Den politischen Abschluss bildete Daniela Kolbe, Vorsitzende des DGB Sachsen. Sie unterstrich die Rolle der Gewerkschaften im Transformationsprozess und machte deutlich, dass Strukturwandel nur gelingen könne, wenn gute Arbeit, Mitbestimmung und soziale Sicherheit im Mittelpunkt stehen.
Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt
Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung.
Der Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier ist eine gemeinsame Aufgabe und lebt vom Dialog zwischen Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Gesellschaft.
Das Revierwende-Team bedankt sich bei allen Beteiligten und freut sich auf ein gemeinsames Jahr 2026 mit vielen neuen Projekten und Kooperationen.

