10.03.26
Aktuell, Bundesweit, Saarland

Rückblick Kick-off Revierwende 2.0: Zukunft der saarländischen Kraftwerksstandorte

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Mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung ist am 26. November 2025 die zweite Projektphase der Revierwende im Saarland offiziell gestartet. Inhaltlich rückt die zweite Projektphase verstärkt die Transformation der Energieversorgung im Saarland in den Fokus. Dabei geht es insbesondere um die zukünftige Rolle bestehender Kraftwerksstandorte, die Entwicklung einer nachhaltigen Kraftwerksstrategie sowie um neue Technologien wie Elektrolyseure zur Wasserstofferzeugung. Diese Themen sind entscheidend für die industrielle Zukunft des Landes, für Versorgungssicherheit und Klimaziele – und nicht zuletzt für die Arbeitsplätze in der Region. 

      

Vor diesem Hintergrund griff Marco Rupprecht die Bedeutung der Kohlekraftwerke im Transformationsprozess auf: Sie stehen exemplarisch für den Wandel von fossilen hin zu klimaneutralen Energiesystemen. Die zentrale Frage lautet dabei nicht nur, wie der Ausstieg aus der Kohleverstromung gestaltet wird, sondern auch, welche neuen Funktionen Kraftwerksstandorte künftig übernehmen können – etwa als flexible Reserve, als Ankerpunkte für Wasserstoffinfrastruktur oder als Standort für Elektrolyseure und neue industrielle Wertschöpfung.

Diese Perspektiven vertiefte Dr. Martin Simon, Kraftwerksleiter des Kraftwerks Fenne, in seinem Fachvortrag. Er beleuchtete die aktuelle Situation der Kraftwerke, die absehbaren energiepolitischen Rahmenbedingungen sowie die Herausforderungen und Chancen, die sich im Zuge des Strukturwandels für die regionale Energieversorgung ergeben. Dabei wurde deutlich: Die Transformation erfordert nicht nur technologische Innovationen, sondern auch verlässliche politische Leitplanken und eine klare Kraftwerks- und Wasserstoffstrategie, die Beschäftigung sichert und neue Qualifikationsanforderungen frühzeitig berücksichtigt. 

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch Grußworte von Timo Ahr, stellvertretender Bezirksvorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, sowie von Frank Nägele, dem Strukturwandelbeauftragten des Saarlandes. Beide unterstrichen die Bedeutung des Dialogs zwischen Politik, Wirtschaft und Beschäftigten und betonten, dass die Energiewende nur dann gelingen könne, wenn soziale Fragen, Mitbestimmung und Qualifizierung von Anfang an mitgedacht werden. 

In der anschließenden Podiumsdiskussion brachten sich nicht nur die eingeladenen Expertinnen und Experten ein. Auch die über 80 Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen zu teilen und Erwartungen an die weitere Gestaltung des Transformationsprozesses zu formulieren. Besonders deutlich wurde dabei der Wunsch nach Transparenz, Beteiligung und verlässlichen Perspektiven für die Beschäftigten in den betroffenen Betrieben. 

Abgerundet wurde die Auftaktveranstaltung durch ein gemeinsames Get-together, das Raum für vertiefende Gespräche, Austausch und Vernetzung bot. Mit dem Kick-off der zweiten Projektphase setzt die Revierwende ein klares Zeichen: Der Strukturwandel im Saarland wird aktiv, partizipativ und zukunftsorientiert begleitet – im engen Schulterschluss mit den Beschäftigten und mit einem klaren Blick auf die energie- und industriepolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre. 

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