17.12.25
Mitteldeutsches Revier, Veranstaltung

Nachlese: „Vielfalt im Team 3. Netzwerkforum zur Teilhabe am Arbeitsmarkt“

Der Büroleiter des Revierwende-Standorts Halle (Saale), Dr. Hilmar Preuß, im Gespräch mit Ralph Mehringer, Mitglied der Schwerbehindertenvertretung (SBV) der DOMO Capro Leuna. (Foto Revierwende)
Der Büroleiter des Revierwende-Standorts Halle (Saale), Dr. Hilmar Preuß, im Gespräch mit Ralph Mehringer, Mitglied der Schwerbehindertenvertretung (SBV) der DOMO Capro Leuna. (Foto Revierwende)
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Im Stadthaus Halle (Saale) fand Anfang Dezember unter Mitorganisation des Revierwendebüros Halle in Kooperation mit der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt Süd, dem Jobcenter Halle und dem Örtlichen Teilhabemanagement Halle das 3. Arbeitgeber- und Netzwerkforum „Vielfalt im Team“ zur Teilhabe am Arbeitsmarkt statt. Über 100 Teilnehmende – Arbeitgebende, Expert*innen und insbesondere auch Schwerbehindertenvertretungen – nutzten die Gelegenheit, um sich über Herausforderungen und Chancen einer inklusiven Arbeitswelt auszutauschen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Menschen mit Beeinträchtigungen in gute Arbeit kommen und wie Unternehmen besser auf psychische Erkrankungen eingehen und Barrieren abbauen können.

Ein besonderer Höhepunkt war der Impulsvortrag von Stefanie Heyer aus der Rehabilitation Psychisch Kranker (RPK) Halle. Sie machte deutlich, dass psychische Erkrankungen weit verbreitet sind und dennoch häufig tabuisiert werden – gerade im beruflichen Umfeld. Etwa 3,5 % der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt sind beeinträchtigt, die Dunkelziffer liegt jedoch deutlich höher. Daher braucht es mehr Sensibilisierung am Arbeitsmarkt und eine offene Gesprächskultur.

Dass Entstigmatisierung Führungsaufgabe ist, betonte Susanne Reitzenstein von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH. Für gelingende Teilhabe brauche es vor allem „Haltung im Unternehmen und Vertrauen“ – denn nur dort, wo Wertschätzung gelebt wird, können Menschen mit psychischen Belastungen ihre Stärken einbringen.

Kollege Ralph Mehringer berichtete von seiner Arbeit als Mitglied der Schwerbehindertenvertretung (SBV) der DOMO Caproleuna. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen können für die Beschäftigten geeignete Lösungen gefunden werden. Mit dem Netzwerk von Beratung und Unterstützung kann die Einstellung von Menschen mit Handicap oder die Fortsetzung der Beschäftigung begleitet werden.

Durch das Programm führten Dr. Hilmar Preuß von der Revierwende sowie mdr-Moderatorin Tanja Ries, die Gespräche, Erfahrungsberichte und thematische Impulse geschickt miteinander verbanden. Offene Gesprächsrunden und Thementische boten Raum für Vernetzung und konkrete Lösungsansätze – von Prävention über Wiedereingliederung bis hin zu Unterstützungsangeboten für Unternehmen.

Das Forum machte klar: Eine vielfältige Teamkultur ist kein Trend, sondern ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Arbeitsmarkts – und sie beginnt mit echter Offenheit. Eine positive Entwicklung im Mitteldeutschen Revier gelingt nur mit besserer Teilhabe an Guter Arbeit.

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