PM 03/ 2022
Dem DGB ist die Gestaltung des Strukturwandels im Rheinischen Revier ein wichtiges Anliegen. Das wurde bei einer Konferenz deutlich, die das Projektbüro REVIERWENDE am Freitag (2. September) im Ratssaal der Stadt Bedburg durchgeführt hatte. Knapp 120 Gäste waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam mit den Gewerkschaften die Herausforderungen zu diskutieren, die sich im Rahmen des Kohleausstiegs ergeben.

Um die gewerkschaftlichen Bedenken zu adressieren, hatte das Projektbüro die nordrhein-westfälische Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, Mona Neubaur, eingeladen. Aus Termingründen konnte sie allerdings nur für eine Videobotschaft zugeschaltet werden. Dafür standen hochrangige Gewerkschaftsvertreter für die Diskussion zur Verfügung, die unter dem Eindruck der aktuellen Energiekrise stattfand. Darunter Stefan Körzell vom Bundesvorstand des DGB aber auch der Bezirksleiter der IG Metall NRW, Knut Giesler, sowie Anja Weber, die Vorsitzende des DGB Bezirks NRW. Die Gewerkschaften sprachen sich für einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien aus, appellierten aber auch daran, Lösungen für die aktuelle Energiekrise zu finden. „Das Rheinische Revier wird nur eine industrielle Zukunft haben, wenn die Energieversorgung weiterhin gewährleistet und bezahlbar bleibt. Stark steigende Energiepreise infolge des Ukrainekrieges gefährden auch die Transformation im Rheinischen Revier“, sagte Weber im Gespräch am Rande der Konferenz. „Hier müssen Land und Bund an Lösungen arbeiten und Stabilisierungsprogramme für Unternehmen auflegen.“

